Systemische Aufstellungen/
Familienstellen
Mein Lieblingszitat aus der systemischen Aufstellungsarbeit:
"DER MANN DIENT DEM WEIBLICHEN UND DIE
FRAU FOLGT IHREM MANN"
Die systemische Aufstellungsarbeit kommt überall da zum Zuge wo wir in BE- ZIEHUNG stehen. Und wo stehen wir das schon nicht?
Wir stehen in Beziehung zu uns selbst, zu unserem Partner, unseren Eltern, Kindern, Freunden, Arbeitskollegen, unserem Chef, unseren Haustieren, Nachbarn, ja sogar zu unserem Haus oder unserem Grundstück.
Sie ist eine kraftvolle Methode, um verborgene Dynamiken in allen Beziehungsbereichen sichtbar zu machen. Sie gehört zu den wirksamen Methoden der systemischen Beratung, Prozessbegleitung und Persönlichkeitsentwicklung.
Diese Systeme prägen unser Denken, Fühlen und Handeln oft stärker, als uns bewusst ist. Häufig tragen wir unbewusst Loyalitäten, Rollen, Schuldgefühle, Ängste, Traumata, Ahnengeschichten oder sonstige emotionale Bindungen aus unserem Familiensystem in unser heutiges Leben hinein. Diese können sich zum Beispiel in wiederkehrenden Beziehungsmustern, inneren Blockaden oder schwierigen Entscheidungen zeigen. Ein wichtiger Aspekt des Systemstellens ist die ORDNUNG. Alles braucht seine Ordnung und seinen Platz, und genau diese Ordnung wieder herzustellen ist Teil des Systemstellens.
URSPRUNG DES SYSTEMISCHEN AUFSTELLENS
Diese Form des Familienstellens wurde bekannt durch den Therapeuten Bert Hellinger, der die Methode in den 1990er-Jahren einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machte. Heute wird die systemische Aufstellungsarbeit von vielen Therapeut:innen, Coaches und Berater:innen weiterentwickelt und in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt, nicht nur innerhalb der Familiensysteme.
SEHEN WAS SONST VERBORGEN BLEIBT
In der systemischen Aufstellung werden persönliche Anliegen betrachtet, zum Beispiel Beziehungsthemen, berufliche Herausforderungen, Persönlichkeitsthemen, eventuelle Ängste, Traumata oder sonstige Lebensblockaden.
Dabei werden Personen stellvertretend für Mitglieder, Teile oder Aspekte eines Systems ausgewählt und im Raum zueinander in Beziehung aufgestellt. Dadurch entsteht ein lebendiges Bild des gesamten Systems – ein energetisches Feld. Es zeigt sich, wer, was und wie zueinander in Bezug ist: welche Stellvertreter wenden sich ab, wer nimmt etwas Besonderes wahr, wer möchte mehr Nähe und vieles mehr.
Durch diese räumliche Darstellung wird das System auf eine besondere Weise sichtbar, so wie wir es oft im Alltag überhaupt nicht sehen können, weil wir mittendrin stecken. Die Erfahrung beim Stellen ist über den Körper wahrnehmbar und erlebbar sowie natürlich auch über unsere Emotionen. Beziehungen, Spannungen oder fehlende Verbindungen werden klarer erkennbar, weil sie sich so zeigen.
Wenn keine Menschen als Stellvertreter zur Verfügung stehen, kann die Aufstellung auch mit Symbolen oder Gegenständen durchgeführt werden – dies ist dann eine systemisches Aufstellen im Einzelsetting. Auch diese Arbeit ist sehr kraftvoll, denn hier arbeitet der Klient intensiv in seinem eigenen System mit und keine Stellvertreter nehmen ihm diese Arbeit ab.
Mit einer systemischen Aufstellung erhältst Du einen 360-Grad-Blick auf Dein Anliegen. Du erkennst die beteiligten Personen und Dynamiken, erlebst emotionale Zusammenhänge und gewinnst neue Perspektiven auf die Situation.

